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FFW Markt Erkheim

Akutelles


Generalversammlung 2020

Am 4. Januar 2020 fand im Gasthaus Akut unsere diesjährige Generalversammlung statt. Neben ausführlichen Tätigkeitsberichten standen auch Neuwahlen bei unserer Vorstandschaft an.

Das Jahr 2019 bezeichnete Kommandant Tobias Wetzler bei seinem Bericht als "Einsatz- und Arbeitsreiches Rekordjahr" mit 71 Einsätzen. Unsere Wehr rückte zu einem Großbrand, drei Mittelbränden, zwei Kleinbränden, drei Brandnachschauen, 19 Unfällen mit Straßenfahrzeugen, 24 Technischen Hilfeleistungen und zwei ABC Einsätzen aus. Einmal wurden wir als First Responder gerufen und fünfmal schlugen irrtümlicherweise Brandmeldeanlagen an. 11-mal leisteten wir Sicherheits- und Absperrdienste. Zu 20 Einsätzen mussten wir auf die Autobahn A 96 ausrücken. Insgesamt wurden 1455 Einsatzstunden von den Kameraden geleistet.

Im vergangen Jahr wurden wieder viele Lehrgänge auf Landkreisebene und an den Bayerischen Feuerwehrschulen besucht, sowie eine große Anzahl von Übungen abgehalten, darunter 64 Gruppenübungen, mehrere Zug- und Großübungen, eine Atemschutzunterweisung und eine Unfallverhütungsschulung. Zehn Kameraden waren bei allen Übungen anwesend, 11 fehlten einmal. Das Leistungsabzeichen in der Technischen Hilfeleistung und das Leistungsabzeichen Wasser wurden 30-mal abgelegt.

Im Jahr 2020 stehen 84 aktive Wehrmänner sowie eine Wehrfrau bereit, davon sind 27 Mann im Atemschutz aktiv. In den aktiven Dienst wurden aus der Jugendfeuerwehr Tom Grund, Luca Schulz, David Glöckler sowie Yannis Rück aufgenommen.

Die Jugendfeuerwehr besteht derzeit aus 17 Aktiven, darunter acht Mädchen berichtete Jugendwart Manfred Biechele. Es wurden 18 Übungsabende abgehalten. An allen Übungen anwesend war Sarah Kindinger, Antonia Früh fehlte nur ein mal. Biechele blickte unter anderem auf die Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange zurück, welche in ganz Schwaben im Jahr 2019 nur von zwei Jugendfeuerwehren abgelegt wurde. Des weiteren berichtete er von den zahlreichen weiteren Aktivitäten wie der 24-Stunden-Übung, dem Ausflug in den Europa Park nach Rust oder der Gemeinschaftsübung mit der Jugendfeuerwehr Breitenbrunn. Ebenso hob er das immer sehr große Engagement der Jugendlichen hervor.

Zweiter Vorstand Michael Hafner berichtete aus dem Vereinsleben, unter anderem vom Klausenmarkt, dem Kehraus oder über den 2-tages Ausflug zu unserer Partnerfeuerwehr Kleinrinderfeld

Nach den Tätigkeitsberichten folgte der Kassenbericht durch Christian Herzner.

Im Anschluss daran fanden die Neuwahlen der Vorstandschaft statt, bei welcher es einige Neubesetzungen gab. Markus Maurus stellte sich aufgrund seiner Tätigkeiten als stellvertretender Kommandant sowie Bernhard Dering aufgrund seiner Tätigkeiten als Hauptwirt des Vereins nicht mehr zur Wahl der Ämter als Beisitzer. Christian Herzner stellten sich nach langjähriger Tätigkeit in der Vorstandschaft nicht mehr zur Wahl zum Kassier. Hermann Glöckler bedankte sich bei ihnen für die allzeit sehr gute Zusammenarbeit und überreichte ihnen ein Präsent.

Die neue Vorstandschaft setzt sich nun wie folgt zusammen: 1. Vorstand: Hermann Glöckler; 2. Vorstand: Michael Hafner; Schriftführer: Wolfgang Gerster; Kassier: Johannes Riedmüller; Beisitzer: Armin Stegmaier, Felix Lehmann, Manuel Engel und Christoph Steinhauser.

Nach den Wahlen folgten Reden des 1. Bürgermeisters Christian Seeberger sowie des Kreisbrandmeisters Wolfgang Engel.

Dann kamen die Ehrungen:

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 40-jährigen Dienst erhielten Werner Huith und Walter Engel.

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25-jährigen Dienst erhielt Christian Häfele.

Das Leistungsabzeichen „die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“ in Gold-Rot erhielten Christian Herzner und Markus Schulz.

Das Leistungsabzeichen „die Gruppe im Löscheinsatz“ in Gold-Rot erhielt Markus Maurus.

Außerdem legten 15 Kameraden das Deutsche Sportabzeichen erfolgreich ab.


Nach diesem Tagesordnungspunkt wurde die Generalversammlung durch Hermann Glöckler mit den Worten "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" beschlossen.

 

 
Brand in der Tiefgarage - Hauptaugenmerk der diesjährigen Herbstübungen

Brand in der TIefgarage - Hauptaugenmerk der diesjährigen Herbstübungen

Tiefschwarzer Rauch, von starker Hitze beeinträchtigte Bauten und die Gerippe ausgebrannter Fahrzeuge - das sind die Bilder, die man von Tiefgaragenbränden aus den Medien kennt.

Nicht ohne Grund zählen Brände in Kellern oder Tiefgaragen zu den schwierigsten Einsatzsituationen für Feuerwehrleute. Sehr hohe Temperaturen und die stark eingeschränkte Sicht (oftmals "Nullsicht") durch die Verrauchung bergen Gefahren für Einsatzkräfte und häufig dienen Garagen und Keller als Lagerort für Gegenstände wie Gasflaschen, Lösungsmittel oder Treibstoffe, die zusätzliche Risiken darstellen.

Um das Vorgehen in solchen Objekten zu üben, führten uns die diesjährigen Herbstübungen an ein sich noch in der Fertigstellung befindliches Gebäude in Erkheim, mir mehreren Wohnungen, einer Tagespflege sowie einer großen Tiefgarage.

Übungsszenario hierbei war der Brand eines Reifenstapels, der sich bereits auf benachbarte Fahrzeuge ausgebreitet hat. Mit Hilfe mehrerer Nebelmaschinen wurden die Sichtverhältnisse in der Tiefgarage auf annähernd Null abgesenkt. Aus den Entlüftungsschächten der Tiefgarage drang bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte dichter Rauch. Außerdem wurden zwei Personen als vermisst gemeldet.

Neben dem Aufbau einer Wasserversorgung wurden zwei Lüfter an der Tiefgarageneinfahrt in Stellung gebracht, die dazu dienen, die Tiefgarage zu entrauchen und den vorrückenden Einsatzkräften eine bessere Sicht zu ermöglichen. Danach gingen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz mit den Einsatzaufträgen: auffinden der vermissten Personen, Lokalisierung des Brandherdes sowie Brandbekämpfung in die Tiefgarage vor.

Abschließend an die erfolgreich beendeten Übungen erfolgte eine Übungsnachbesprechung vor Ort sowie eine gemeinsame Begehung des Objektes mit Herrn Anwander, dem Geschäftsführer der Wohnbaugesellschaft Mindelheim.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals recht herzlich bei der Wohnbaugesellschaft Mindelheim bedanken, welche uns die Tiefgarage und das Gebäude zur Nutzung als Übungsobjekt bereitgestellt hat!


 
24-Stunden-Übung unserer Jugendfeuerwehr

Ein lauter Gong mit anschließender Alarmdurchsage schallt durch das Feuerwehrhaus in Erkheim und signalisiert so, dass irgendwo die Feuerwehr gebraucht wird. Schnell sind die Fahrzeuge besetzt und verlassen ihre Halle auf dem Weg zum Einsatzort.

Doch diejenigen, die auf diesen Fahrzeugen sitzen, sind nicht dieselben, die sonst zu den Einsätzen ausrücken.

Nicht nur die Gesichter sind andere, auch die Kleidung wechselt von Schwarz mit weißem Helm zu Blau mit Orange: die 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr Erkheim ist in vollem Gange.

Dieses Großevent für unsere Jugendfeuerwehr startete bei schönstem Wetter am vergangenen Freitag um 17 Uhr und endete am darauffolgenden Tag gegen 12 Uhr. Während dieser Zeit versuchten die Betreuerteams das Leben als Feuerwehrmann und die Praxis während der Einsätze den Jugendlichen so gut wie möglich darzustellen und näherzubringen.

Nachdem das Gepäck für die Nacht und den nächsten Tag im Feuerwehrhaus verstaut, die Jugendlichen in zwei Gruppen aufgeteilt und ein kurzer Theorieunterricht abgehalten war, wartete man schon gespannt auf den ersten Einsatz. Dieser kam gegen 18 Uhr mit einem mit Wasser voll gelaufenen Keller, welchen es für die erste Gruppe wieder trocken zu legen galt. Während der Anfahrt wurde ein weiterer Einsatz mit einer Person die in einen Kanalschacht gefallen war und die es für die zweite Gruppe zu Retten galt gemeldet.

Nachdem diese beiden Einsätze erfolgreich abgearbeitet waren, wurde gegen 19:00 Uhr schon der nächste Einsatz, ein Verkehrsunfall zwischen einem PKW und Traktor mit mehreren eingeklemmten Personen für die erste Gruppe gemeldet. Kurze Zeit später wurde die zweite Gruppe zu einem Arbeitsunfall gerufen. Dort war ein Arbeiter unter einem Container eingeklemmt.

Solch anstrengende Einsätze erfordern auch eine Stärkung. So wurde die 24 Stunden Übung mit dem alljährlich stattfindenden Grillfest verbunden. Noch sollte für die Jugendlichen aber keine Ruhe an diesem Tag einkehren. Gegen 22:00 Uhr wurde Vollalarm ausgelöst und das gemütliche Zusammensein wurde abrupt unterbrochen. Gemeldet war ein Stadelbrand zwischen Erkheim und Daxberg. Nach der erfolgreichen Brandbekämpfung und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft im Feuerwehrhaus kehrte vorübergehend Nachtruhe ein.

Diese hatte um 6:00 Uhr ein jähes Ende, als eine unklare Rauchentwicklung in einer Erkheimer Bäckerei gemeldet wurde. Dies stellte sich als Fehlalarm heraus und so konnten gleich die Semmel für das Frühstück mitgenommen werden, dass nach der Aufregung auch verdient in Angriff genommen wurde.

Kaum war das Frühstück beendet wurde wieder Vollalarm ausgelöst. Eine Person flüchtete nach einem Unfall in einen Wald und wurde dort vermisst. Nachdem die Suchtrupps das gesamte Gebiet durchkämmt hatten, konnte die Person beinahe unversehrt aufgefunden werden. Fast zeitgleich kam es im gleichen Waldstück zu einem Forstunfall, bei dem ein Waldarbeiter schwer verletzt unter einem Baum eingeklemmt war und und ein zweiter Waldarbeiter beim Versuch erste Hilfe zu leisten, sich einen Beinbruch zuzog. Nachdem auch diese beiden Personen gerettet waren, fand die Abschlussbesprechung dieses Einsatzes am Mehrzweckfahrzeug, wo die Dokumentation und Einsatzleitung stattgefunden hatte statt.

Nachdem dieser Einsatz beendet war, standen für die Jugendlichen noch mehrere Übungen, unter anderem der richtige Umgang mit Feuerlöschern auf dem Programm. Auch wurde gezeigt, was passiert wenn ein Kochtopf voll brennendem Fett mit Wasser gelöscht wird. Nachdem diese Vorführungen beendet waren fuhren alle Fahrzeuge ins Feuerwehrhaus zurück wo Sie und die eingesetzten Geräte gesäubert und wieder sorgfältig für einen nächsten Einsatz vorbereitet wurden.

Nach der Aufnahme eines Gruppenbildes wurde die 24-Stunden-Übung gegen 12 Uhr beendet und die sichtlich erschöpften Jugendlichen konnten sich nach nicht ganz 24 Stunden mit ihrem Gepäck auf den Nachhauseweg machen.

Die Bilanz für uns Betreuer war, dass unsere Jugendlichen einen sehr starken Willen zeigten und im Team Hand in Hand zusammenarbeiteten. Die Begeisterung sprach die ganze Zeit über aus jedem einzelnen Gesicht und wird wohl bis zur nächsten 24-Stunden-Übung anhalten.

 
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